Metzgerei Shop mit Shopify

Die Metzgerei Rehle aus Immenstadt im Allgäu hat einen neuen Onlineshop: metzgerei-rehle.de läuft seit November 2026 auf Shopify, gebaut von uns, der VIERPUNKT GmbH aus Legau im Allgäu. Abgelöst wurde ein in die Jahre gekommener Joomla-Shop, und zwar so, dass keine einzige alte Adresse ins Leere läuft. Hier liest du, was der Shop kann und worauf es bei so einem Umzug ankommt.

Wer steckt hinter metzgerei-rehle.de?

Die Metzgerei Rehle ist ein Fachgeschäft am Marienplatz in Immenstadt, mitten im Ort. Fleisch- und Wurstwaren entstehen in eigener Produktion, in Handarbeit und täglich früh am Morgen. Dazu kommen eine Feinkosttheke mit selbst zubereiteten Salaten und Aufstrichen, eine Käsetheke und eine heiße Theke mit wechselndem Mittagstisch. Über den Laden hinaus beliefert Rehle Dorfläden, Alpen, Bäckereien und Hotels in der Region.

Der alte Onlineshop lief auf Joomla und war technisch am Ende. Die Aufgabe für uns: das gesamte Sortiment, die Inhalte und die gewachsene Sichtbarkeit bei Google auf eine Plattform bringen, die der Betrieb danach selbst pflegen kann.

Was der neue Shop kann

Eine Metzgerei ist kein gewöhnlicher Onlineshop. Es gibt Ware, die verschickt werden darf, und Ware, die nur über die Theke geht. Genau diese Trennung musste der Shop sauber abbilden, ohne den Kunden zu verwirren.

  • Versand mit Kühlkette: Verschickt werden ausschließlich Wurstwaren, innerhalb Deutschlands, mit DHL in einer Landbox. Der Preis richtet sich nach dem Gewicht, die Verpackung steckt im Versandtarif. Im alten Shop standen Versand und Verpackung getrennt, in Shopify geht das nicht, also haben wir die Aufschlüsselung auf die Versandseite gelegt.
  • Abholung am Marienplatz: kostenlos und innerhalb von 24 Stunden. Produkte, die es nur im Laden gibt, sind als solche gekennzeichnet und führen nicht in den Warenkorb, sondern zur Theke.
  • Allergene und Nährwerte je Produkt: Zutaten, Nährwerttabelle und Allergene liegen als eigene Felder am Produkt, dazu ein Satz Icons für glutenfrei, ohne Nüsse, ohne Milch, ohne Sellerie, ohne Senf und eifrei.
  • Wochenkarte und Mittagstisch: Die heiße Theke hat eine eigene Seite. Bestellt wird per Telefon oder E-Mail bis acht Uhr morgens, zum Mitnehmen in der Mehrwegschale oder in einer kompostierbaren Einwegschale.
  • Formulare statt Telefonketten: Partyservice, Belieferung von Dorfläden und Hütten, Vorbestellung, Bewerbung und Kontakt laufen über eigene Formulare. Dazu der Widerrufsbutton im Footer, wie ihn die EU-Vorgabe seit Juni 2026 verlangt.
  • Karten ohne Google: Alle drei Karten im Shop laufen über OpenStreetMap, die Kartendaten liegen als Theme-Dateien im Shop selbst. Beim Seitenaufruf wird kein Dritter kontaktiert. Die Kartennadel trägt das Rehle-Zeichen.
  • Datensparsame Paketankündigung: Im Warenkorb steht ein freiwilliges Häkchen, mit dem die Kundschaft der Übermittlung ihrer E-Mail-Adresse an DHL zustimmt. Ohne Haken wird nichts übermittelt. Der Checkout bleibt in beiden Fällen offen.
  • Vorbereitet für KI-Suche: Der Shop liefert eine llms.txt, eine llms-full.txt und eine agents.md aus. Darin stehen Sortiment, Versandregeln und die Hinweise, die ein Assistent braucht, bevor er für jemanden bestellt.

Vom Joomla-Shop zu Shopify: der Umzug

Der heikelste Teil eines Relaunchs ist selten der Shop selbst, sondern das, was danach bei Google passiert. Eine alte Seite, die abgeschaltet wird, nimmt ihre Platzierungen mit, wenn die Adressen ins Leere laufen.

  1. Erst erfassen, dann abschalten. Die alte Seite hatte keine Sitemap. Wir haben sie vollständig gecrawlt und dabei 239 Adressen gefunden. Joomla erzeugt über verschachtelte Parameter beliebig viele Varianten derselben Seite, allein das Suchformular kam in über 400 Fassungen vor. Gezählt haben am Ende nur die sprechenden Adressen.
  2. Jede Adresse bekommt ein Ziel. Daraus wurden 162 Weiterleitungen: Produktseiten auf Produktseiten, Kategorien auf Sammlungen, Impressum und AGB auf die neuen Rechtstexte. Artikel, die es im neuen Shop nicht mehr gibt, zeigen auf die passende Sammlung statt auf eine Fehlerseite. Nur die Demo-Inhalte aus der Joomla-Installation bekommen bewusst keine Weiterleitung, denn ein sauberer 404 ist besser als eine erfundene Zuordnung.
  3. Domain umziehen, ohne die Mail zu berühren. Die Domain lag beim alten Dienstleister, die Postfächer laufen über einen Exchange-Server eines dritten Anbieters. Vor dem Umzug haben wir die komplette alte DNS-Zone gesichert, danach eins zu eins nachgebaut und erst am Go-live-Tag die beiden Zeilen geändert, die auf den Shop zeigen. MX, SPF, DKIM und DMARC blieben unangetastet. Für die Mail war der Umzug damit ein Nichtereignis.
  4. Alte Seite noch laufen lassen. Bis die letzten DNS-Caches durch sind, vergehen ein paar Stunden. In dieser Zeit sieht ein Teil der Besucher noch die alte Seite, statt eine Fehlermeldung zu bekommen. Das ist der sanfteste Übergang, den man haben kann.

Fazit

metzgerei-rehle.de zeigt, dass ein Handwerksbetrieb mit Theke, Versand und Mittagstisch online nicht auf eines davon reduziert werden muss. Und es zeigt, dass ein Plattformwechsel ohne Sichtbarkeitsverlust möglich ist, wenn man die alte Seite ernst nimmt, bevor man sie abschaltet.

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